Das Möllner Kinoprogramm

EINGEIMPFT

 

Doku-Dienstag, 20. November

um 19:30 Uhr

 

Impfen ist eine der größten medizinischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte. Aktuell macht sich jedoch eine gewisse Impfmüdigkeit breit. Kinder- und Hausärzte erleben sogar immer häufiger besorgte Eltern, die sich fragen, ob eine Impfung ihrem Kind nicht mehr schadet als nützt. Dabei sind fast sämtliche Mythen, wie zum Beispiel jener, dass Impfen die Entstehung von Autismus begünstige, inzwischen mehrfach durch große Studien widerlegt worden. Aber wenn sogenannte Impfkritiker durch Talkshows und alternative Vortragsreihen irrlichtern und über die Gefahr von Aluminiumsalzen in Impfstoffen und Pharma-Verschwörungen predigen, wird ihnen oft mehr Gehör geschenkt, als anerkannten Experten oder dem jahrelang betreuenden Familienarzt.

 

Auch der Filmemacher David Sieveking erlebt nach der Geburt seiner Tochter, wie die familiäre Idylle kippt, als es darum geht, die kleine Zaria zu impfen. Mutter Jessica ist aufgrund schlechter Erfahrungen dagegen. Sie hat Angst vor Nebenwirkungen oder gar einem Impfschaden, während David sich viel mehr Sorgen um die drohenden Krankheiten macht. Jessicas Unbehagen bringt den Dokumentarfilmer dazu, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Doch die Zeit drängt: in der Berliner Nachbarschaft brechen die Masern aus, Jessica ist wieder schwanger und die Impfentscheidung für die kleine Zaria ist überfällig.

GRÜNER WIRD'S NICHT

 

Freitag, 23. November

Samstag, 24. November

um jeweils 19:30 Uhr

 

Schorsch (Elmar Wepper) ist Gärtner in einer bayerischen Kleinstadt und schuftet täglich in seinem Betrieb, der kurz vor der Pleite steht. Er redet nicht gern und auch nicht viel. Hat er nie. Die Ehe mit seiner Frau ist längst entzaubert und zu allem Überfluss möchte seine Tochter jetzt auch noch an die Kunstakademie. „Ein solcher Schmarrn!“ ist alles, was Schorsch dazu einfällt. Nur über den Wolken, in seinem klapprigen Propeller-Flugzeug, einer alten Kiebitz, fühlt sich Schorsch wirklich frei. Doch dann missfällt dem Chef des lokalen Golfplatzes, den Schorsch angelegt hat, der Grünton des Rasens und Schorsch bleibt auf seiner Rechnung sitzen. Als der Gerichtsvollzieher kurz darauf sein geliebtes Flugzeug pfänden will, setzt sich Schorsch in die Kiebitz, packt den Steuerknüppel und fliegt einfach davon. Ohne zu wissen, wohin.

Es beginnt eine Reise, die ihn an ungekannte Orte führt, voller skurriler und besonderer Begegnungen – und mit jedem Start und jeder Landung öffnet der Gärtner ganz langsam sein Herz wieder für das, was man eine Ahnung von Glück nennt.

BALLON

 

Freitag, 30. November

Samstag, 1. Dezember

um jeweils 19:30 Uhr

 

Sommer 1979 in Thüringen. Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg einen waghalsigen Plan geschmiedet: Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt sofort die Ermittlungen auf, während die beiden Familien sich gezwungen sehen, unter großem Zeitdruck einen neuen Flucht-Ballon zu bauen. Mit jedem Tag ist ihnen die Stasi dichter auf den Fersen – ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Mit „Ballon“ hat Michael Bully Herbig den wohl spektakulärsten Fluchtversuch aus der DDR für die große Kinoleinwand verfilmt: Am 16. September 1979 ist es den Familien Strelzyk und Wetzel geglückt, mit einem selbstgebauten Heißluftballon die Grenze zu überwinden und in die Bundesrepublik zu fliehen. Basierend auf dieser wahren Geschichte hat Michael Bully Herbig einen fesselnden Thriller inszeniert, der mit Friedrich Mücke („SMS für Dich“), Karoline Schuch („Katharina Luther“), David Kross („Der Vorleser“), Alicia von Rittberg („Charité“) und Thomas Kretschmann („Operation Walküre“) außergewöhnlich prominent besetzt ist.

DER VORNAME

 

Freitag, 4. Januar

Samstag, 5. Januar

um jeweils 19:30 Uhr

 

Mit der Wahl des Vornamens ist das so eine Sache. Wer sein Kind Emma, Sophia, Ben oder Jonas nennt liegt voll im Trend. Leider heißt aber gefühlt jedes dritte Kind auf dem Schulhof ebenso. Warum also nicht mal etwas außergewöhnliches wagen, denken sich Thomas (Florian David Fitz) und seine schwangere Freundin Anna (Janina Uhse): Ein kleiner „Adolf“ soll es werden! Doch als sie diese Entscheidung bei einem gemeinsamen Abendessen verkünden, bleibt den Gastgebern Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) bereits die Vorspeise im Hals stecken. Auch Familienfreund René (Justus von Dohnányi) ist geschockt. Man faucht einander Wahrheiten ins Gesicht, die zugunsten eines harmonischen Zusammenseins besser ungesagt geblieben wären. Starke Egos geraten aneinander, Eitelkeiten werden ausgespielt und der Abend eskaliert: die Diskussion über falsche und richtige Vornamen geht in ein Psychospiel über, bei dem die schlimmsten Jugendsünden und die größten Geheimnisse aller Gäste lustvoll serviert werden.

„Der Vorname“ basiert auf dem Theaterstück „Le Prénom“ von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte.